THE DEAD LAY WAITING - ALMOST HEAVEN

Kommen wir nun zu "Almost Heaven". Das Cover erinnert mich an den Film "The Ring". Man sieht eine Frau die mit dem Kopf nach vorn gebeugt sitzt und ihre Haare das komplette Gesicht verdecken. Fast genauso wie im Film, als plötzlich das Mädchen aus dem Fernseher steigt. Gefällt mir schon einmal von der Art gut, im Nachgang betrachtet ist es auch fast das Einzige was ich an "Almost Heaven" mochte.
Nach dem kurzen Intro geht es mit recht zackig mit dem typischen Metal, Gekeife und Gegrunze los. Erstaunlicherweise klappt das über die ersten drei Songs sogar ganz gut. Aber man kann schon erahnen was folgt, Monotonie. Inwieweit bei solch einem Genre satte 15 Songs auf fast einer Stunde Spielzeit überhaupt funktionieren, ist fraglich. Da schaffen es nicht viele Bands noch genug Abwechslung reinzubringen. The Dead Lay Waiting starten eigentlich wie erwähnt ganz gut. Das Tempo ist hoch und der Sänger macht Druck, bis... ja, bis plötzlich cleaner Gesang einsetzt der meiner Meinung nach hier garnicht reinpasst. Ich mag cleanen Gesang, aber bei The Dead Lay Waiting ist er fehl am Platz, genauso wie die Crew Vocals, welche einfach nur aufgesetzt klingen. Moshparts kommen selten vor, das ist aber ganz angenehm, da die Songs dadurch nicht zu überladen wirken. Die Produktion ist fett und man muss da keinerlei Kompromisse eingehen. Ab und an kommen ein paar Soli vor die manchmal mehr und manchmal weniger originell sind. Ich habe mir auch mal das erste Album "We Rise" angehört und musste feststellen das sich The Dead Lay Waiting nur sehr spärlich weiterentwickelt haben, für mich ein klarer Minuspunkt.
Das größte Problem an "Almost Heaven" ist aber einfach nur, dass es zu viele Songs sind. Fünf Songs weniger hätten der Scheibe durchaus gut getan. Es ist wirklich anstrengend dem Album über die komplette Spielzeit seine Aufmerksamkeit zu schenken. Hervorheben kann ich demnach auch keine Songs, da sie alle einfach zu ähnlich klingen. "The Days I'm Gone" ist der Einzige, der mir im Gedächniss geblieben ist - da am Ende ein wirklich gelungener cleaner Gesangspart kommt der schon fast Stadionrockqualität hat. Ich denke, wer die erste Scheibe mochte, kann auch hier wieder zugreifen, alle anderen sollten vorher z.B. via Facebook mal reinhören.




