THE DEAD LAY WAITING - WE RISE

Hier hört man mal einen cleanen Refrain, dort mal einen Powermetalschrei - an der nächsten Ecke stehen schon Deathgrowls und Hardcore Shouts bereit. Alles wird mal angerissen, aber man findet keine klare Linie. So besteht das Grundgerüst der Songs eigentlich nur aus purem Stino-Metalcore mit einem ewig-gleichklingenden Shouter (vergleichbar mit alten Misery Speaks/I Killed The Prom Queen) und allerhand krampfigen Breakdowns, die man anderswo auch schon zig mal besser und innovativer gehört hat. Der ein oder andere Track weiß zwar zu gefallen - vorallem wenn man sich den Hardcore-Vocals bedient machen The Dead Lay Waiting richtig Laune ("I'll Hunt You Down" & "Show Your Worth") - aber ansonsten ist das Ganze einfach zu unkonsequent und in der Gesamtheit zu inkonsistent. Es ergibt einfach kein schönes Bild, wenn man krampfhaft jedes einzelne Stilmittel einfließen lassen möchte, das es derzeit so im Metal & HC gibt. Das Album hat so ziemlich alles, genau einmal. Ein Lied mit Tabbing, ein Lied mit nem Beatdown-Breakdown, Crewshouts, Cleangesang und so ziemlich jede andere Shoutart ist zu finden - nur eben nichts mit richtiger Konsequenz. Da darf in der Zukunft gern noch nachgebessert werden. Homogenität heißt das Stichwort.
Alles in allem eine solide Platte, die aber für einen Erstling bei weiiitem zu viel will, und sich damit leider nicht aus dem Sumpf der Belanglosigkeit rettet. Vielleicht wissen die fünf Briten auf ihrem nächsten Longplayer was sie wollen, und haben dann die Ketten der labelinternen Imagepolizei abgelegt.





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